AKTUELL: Traditionelle Deutsche Messerschmiede verkauft Restposten mit 70 % Rabatt vor endgültiger Schließung
Deutschland Nationaler Bericht

Ansturm auf die letzten handgeschmiedeten Messer aus Solingen – bevor die Klinghardt-Schmiede für immer schließt

Zuletzt aktualisiert: vor 5 minuten.

Aufgrund der überwältigenden Nachfrage wurde die Online-Bestellung vorübergehend über die Website freigegeben. Aktuell sind nur noch wenige der letzten handgefertigten Messer verfügbar – der Bestand sinkt rapide.

Ende einer Ära: Messerschmied räumt nach 43 Jahren seinen letzten Bestand ab

Heute Morgen bestätigte Ernst Klinghardt, Inhaber der gleichnamigen Messerschmiede in Solingen, Nordrhein-Westfalen, was viele seiner langjährigen Kunden bereits befürchtet hatten: Nach 43 Jahren handwerklicher Messerschmiedearbeit schließt er die Werkstatt dauerhaft – und räumt alle verbliebenen Messer seines letzten Bestands ab.

Mit der Ankündigung kam eine unerwartete Nachricht: Ein einmaliger Abverkauf aller noch vorhandenen Messer – die nach Ernsts ursprünglichen Qualitätsstandards gefertigt wurden – mit bis zu 70 % Rabatt.

Die Werkstatt schließt endgültig. Es gibt keine Nachlieferung. Diese Messer sind die letzten, die jemals unter dem Namen Klinghardt gefertigt werden.

Dies ist kein saisonales Angebot. Es ist eine erzwungene Umstellung.

Wer ist Ernst Klinghardt?

Während die Nachfrage steigt und die verbliebenen Bestände rapide schwinden, stellen viele Leser dieselbe Frage: Wie ist ein Handwerker, der für die Güte seiner Messer bekannt ist, an diesen Punkt gelangt?

Über den Gründer

Ernst Klinghardt, 71 – Dritte Generation Messerschmied aus Solingen

Ernst Klinghardt stammt aus einer Familie, die das Messerhandwerk seit drei Generationen betreibt. Sein Großvater begann in den 1930er Jahren in Solingen mit dem Schmieden – damals noch vollständig per Hand, mit Kohlefeuer und Amboss. Sein Vater übernahm die Werkstatt und modernisierte sie behutsam, ohne jemals auf industrielle Massenproduktion umzusteigen.

Ernst übernahm die Werkstatt 1982 mit einem einzigen Grundsatz: Ein Messer muss so gefertigt sein, dass man es dem eigenen Sohn weitergeben kann. Die besten Techniken lernte er aus damaligen Japan Reisen. Selbst die ältesten Techniken schaute er sich ab, und brachte diese nach Deutschland.

In seiner über 40-jährigen Karriere lehnte er mehrfach Angebote größerer Hersteller ab, die seine Werkstatt aufkaufen wollten. Er blieb klein, blieb in Solingen – und fertigte jedes Messer nach denselben Prinzipien wie sein Großvater: mit höchster Materialqualität, kryogen gehärtetem Stahl und einem Griff, der auch nach Jahren noch so sitzt wie am ersten Tag.

Nun, mit 71 Jahren, gibt es keinen Nachfolger. Sein Sohn hat einen anderen Weg gewählt. Die Werkstatt kann nicht alleine weiterlaufen.

Von einer kleinen Werkstatt in der Ohligser Straße aus baute Ernst seinen Ruf Messer für Messer auf – er lehnte Abkürzungen, Massenproduktion und günstigere Materialien ab, auch als sich der Markt um ihn herum dramatisch veränderte.

Während industrielle Hersteller ihre Produktion nach Fernost verlagerten und die Preise auf den Boden drückten, blieb Klinghardt dem Standort Solingen treu. Dem deutschen Stahl. Der deutschen Handwerkskunst.

Diese Entscheidung brachte ihm treue Kunden ein – aber sie bedeutete auch wachsenden Druck in einem Markt, der zunehmend von Volumen und Kostensenkung getrieben wurde.

„Ich konnte meine Standards nicht senken. Also höre ich lieber auf – bevor der Name Klinghardt für etwas steht, worauf mein Vater nicht stolz gewesen wäre."

Schließlich stand Ernst vor einer Wahl: seine Prinzipien aufgeben oder zu seinen eigenen Bedingungen aufhören. Die Schließung stellt sicher, dass es niemals eine kompromittierte Version des Namens Klinghardt geben wird.

Aber sie markiert auch das Ende einer handgefertigten Ära – mitten im Herzen des deutschen Messermacher-Handwerks.

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    Kein Kompromiss sondern ein Ende – und ein letzter Abverkauf aus Solingen

    Wir sprachen kurz mit Bernd, 69, einem langjährigen Klinghardt-Kunden aus Solingen, um zu verstehen, was ihn zum sofortigen Handeln bewogen hat.

    Bernd war bei weitem nicht der Einzige. Seit der Ankündigung der Schließung häufen sich die Rückmeldungen aus ganz Deutschland.

    Kunden beschreiben die Messer als das zuverlässigste Werkzeug, das sie je in ihrer Küche hatten. Nicht wegen eines Trends – sondern weil das Messer einfach funktioniert. Jeden Tag. Am Herd, am Grill, beim Vorbereiten.

    „Ich hatte eines von Ernsts Messern schon seit Jahren auf meiner Liste. Der Preis war immer ein bisschen zu hoch für mich. Als ich hörte, dass die Werkstatt schließt und der Bestand abverkauft wird – da habe ich nicht gezögert. Es war klar: Das ist die einzige Chance. So ein Messer wird es nie wieder geben."

    — Bernd G. Solingen,NRW

    Was macht die Klinghardt-Matsato-Messer so besonders?

    Bei -100° Kryogen gehärteter Edelstahl.

    Die Klinghardt-Werkstatt hat in ihrer Geschichte nie auf Kompromisse beim Material gesetzt. Jedes Messer, das Ernst gefertigt hat, trägt diese Prinzipien:

    • 1
      Kryogen gehärteter Edelstahl – dieselbe Härtungsmethode, die japanische Schmiede für Samurai-Klingen entwickelten. Die Klinge bleibt deutlich länger scharf als bei industriell gefertigten Messern.
    • 2
      Einzigartiges Zeigefinger-Loch – Ernsts eigene konstruktive Entwicklung nach Jahren am Werkzeug. Der Finger sitzt im Loch, die Klinge ist eine direkte Verlängerung der Hand. Mehr Kontrolle, weniger Kraftaufwand.
    • 3
      Pakkaholz & Akazienholz-Griff – rutschfest, auch mit nassen Händen. Hält Jahrzehnte. Ernst hat nie auf Kunststoffgriffe gewechselt – aus Überzeugung.
    • 4
      Perfekte Balance – Gewicht und Schwerpunkt wurden millimetergenau auf die Hand abgestimmt. Wer länger kocht oder grillt, merkt den Unterschied nach einer Stunde.
    • 5
      138 geprüfte Fertigungsschritte – kein Messer verlässt die Werkstatt ohne vollständige Qualitätskontrolle. In 43 Jahren hat Ernst diesen Prozess kein einziges Mal übersprungen.

    Das Matsato Osuren im praktischen Einsatz – scharfe Schnitte, sicherer Griff, mühelos durch jedes Material.

    Um besser zu verstehen, was zu diesem Moment geführt hat, sprachen wir direkt mit Ernst in seiner Werkstatt in Solingen.

    „Wir haben diese Messer seit 43 Jahren auf dieselbe Weise gefertigt. Von Hand, in kleinen Mengen, ohne Abstriche. Als klar wurde, dass die Werkstatt schließt, wollte ich nicht, dass diese Messer in einem Lager verstauben. Sie wurden dafür gemacht, benutzt zu werden – in echten Küchen, von Menschen, die jeden Tag kochen. Wenn jemand meine Arbeit seit Jahren bewundert hat, sie sich aber nie leisten konnte: dann soll dieser Moment ihm gehören. Bevor alles schließt."

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    Die letzten handgefertigten Klinghardt-Messer sind jetzt online verfügbar

    Da die meisten Leser die Werkstatt in Solingen nicht persönlich besuchen können und der verbleibende Bestand bereits in rasantem Tempo schwindet, haben wir Ernst gefragt, ob die Online-Bestellung für die Öffentlichkeit geöffnet wird.

    Sie wurde geöffnet.

    Um der Nachfrage aus dem gesamten deutschsprachigen Raum gerecht zu werden, können die verbliebenen Messer nun online bestellt werden – kryogen gehärteter Edelstahl, Pakkaholz-Griff, einzigartiges Fingerloch-Design, gefertigt nach Ernsts ursprünglichen Standards, mit bis zu 70 % Rabatt gegenüber dem regulären Preis.

    Die Verfügbarkeit ist nicht garantiert. Viele Varianten sind bereits vergriffen. Was jetzt noch da ist, ist wirklich das Letzte.

    Stimmen der Kundinnen und Kunden

    Thomas, 48, aus Ludwigshafen

    „Ich grille jeden Sommer – und hatte immer das Gefühl, dass meinem Ablauf etwas fehlt. Jetzt weiß ich was. Habe zwei Messer bestellt, eines für mich, eines für meinen Bruder. Das Fingerloch ist nach zwei Minuten das Selbstverständlichste der Welt."

    Sabine, 55, aus Mainz

    „Dass so ein Messer aus Solingen für diesen Preis so scharf ist– das hätte ich vor einem Jahr nicht geglaubt. Bin froh, dass ich rechtzeitig davon erfahren habe."

    Angesichts des Tempos, mit dem die Messer verkauft werden, kann die Verfügbarkeit nicht garantiert werden. Es gibt keine Nachlieferung.

    Dies ist eine seltene Gelegenheit, ein Messer zu besitzen, das nach Ernst Klinghardts ursprünglichen Werkstattstandards gefertigt wurde – zu Preisen, die es nach dem endgültigen Abverkauf nicht mehr geben wird.

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